Darum dauert die Sanierung der Zeppelinbrücke 2,5 Jahre
Die lange Sanierung der Zeppelinbrücke in Leipzig: Laut Stadt werde die etwa 18,5 Millionen Euro teure Baumaßnahme am 3. Juli nach der Fußball-EM beginnen und bis November 2026 dauern. In der Zeit soll sie für den Autoverkehr gesperrt werden.
Zweieinhalb Jahre, viele Leipziger reiben sich die Augen: Wieso dauert das so lange? Die Brücke ist ein Nadelöhr und gehört zu den wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen dem Zentrum und dem Leipziger Westen. Wir haben im Rathaus und bei der zuständigen Baufirma nachgehakt.
Michael Jana, Leiter vom Verkehrs- und Tiefbauamt in Leipzig erklärt auf Nachfrage: „Wir wollen unbedingt den Straßenbahnbetrieb aufrecht erhalten.“ Deshalb komme eine spezielle Bautechnik zum Einsatz. „Es wird halbseitig gebaut werden. Erst die südliche Hälfte des Bauwerks, dann die nördliche.“ Das phasenweise Bauen führe zu längeren Bauzeiten. Dafür könnten Fußgänger, Radfahrer und wie gesagt Straßenbahnen die Brücke weiter nutzen.
Der zweite Grund für die lange Bauzeit sind Auflagen zum Hochwasserschutz, wie uns der für das Projekt zuständige Oberbauleiter Mirko Hunger von der ausführenden Tauchaer Baufirma „Otto Heil Hoch- Tief- Ingenieurbau u. Umwelttechnik“ erklärte. „Das ist jetzt nicht irgendwie, um jemanden zu ärgern“, so Hunger.
Man müsse unter die fünf Bögen jeweils Gerüste stellen. „Wir dürfen aber immer nur eins aufbauen.“ Denn im Hochwasserfall müsse das Wasser ja noch durchkommen. „Das verhindert, dass wir alles gleichzeitig machen können.“ Auch deshalb würde die Sanierung so lange dauern. Immerhin solle die Brücke hinterher dann aber mindestens wieder für etwa 50 Jahre halten, heißt es.