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Das Leipziger Pflaster zeigt Geschichte pur

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Das Pflaster einer Stadt ist mehr ist als nur der Boden unter unseren Füßen: In jedem Pflaster steckt viel Geschichte – und gerade hier bei uns in Leipzig besonders viel. Als Projektleiterin Dr. Stephanie Weismann erstmals aus beruflichen Gründen nach Leipzig kam, war sie von dem Leipziger Pflaster mehr als begeistert. „Man findet hier so viele unterschiedliche Arten und fast jede erzählt eine eigene Geschichte“, schwärmt die gebürtige Österreicherin. Zum Beispiel die Steine am Nikolaikirchhof über die Friedliche Revolution. Die Leipziger Notenspur, die Musikfreunde auf eine Reise durch acht Jahrhunderte lokaler Klangtradition mitnehmen und historische Wirkungsstätten miteinander verknüpfen soll.  Oder aber die Stolpersteine, die die Schicksale von Juden, Sinti und Roma, politisch und konfessionell Verfolgten, Homosexuellen, „Euthanasie“-Opfern wach halten wollen. 

Jeder Leipziger hat garantiert auch schon seine eigene Geschichte mit dem Leipziger Pflaster erlebt. Wer ist beispielsweise schon mal bei Regen auf dem Schlackenpflaster ausgerutscht? Woher kommen die großen Granitplatten auf Leipzigs Gehwegen? Warum hat Leipzig ein denkmalgeschütztes „Revolutionspflaster“? Alle persönlichen „Pflaster-Momente“ werden derzeit von Dr. Weismann händeringend gesucht. 

Über einen Fragebogen oder per E-Mail kannst du Fotos, Texte oder Sprachmemos mit deinen Geschichten zu Leipziger Pflaster-Begegnungen einschicken. Wir sammeln diese Beiträge und schaffen daraus ein Pflasterarchiv sowie eine digitale Stadtkarte mit Leipziger Pflastergeschichte/n. Ab Herbst 2026 gibt's auch geführte Pflasterspaziergänge durch Leipzig.

Eine Auswahl der gesammelten Geschichten wird von 14. Juni bis 25. Juli 2027 im Rahmen der Ausstellung „Umbrüche und Transformationen“ in der Wandelhalle des Neuen Rathaus in Leipzig gezeigt.

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