Wir haben rumgefragt: Darum streiken die Leipziger Erzieher wirklich
Für acht Prozent mehr Gehalt sind am Donnerstag in Leipzig Erzieher auf die Straße gegangen. Laut Falk Riecker von der Gewerkschaft Sächsischer Erzieherverband gehe es um mindestens 350 Euro plus im Monat. Viele der Streikenden beklagten im Gespräch aber auch die hohe Arbeitsbelastung: Der Personalschlüssel passe nicht - vor allem bei Krankheitsausfällen seien zu wenige Erzieher da.
Weitere Streiks am Freitag
Am Freitag ist in Leipzig noch eine Kundgebung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Gewerkschaft ver.di geplant. Bezirksgeschäftsführer Sebastian Viecenz zufolge solle dabei auch auf die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen hingewiesen werden. Außerdem soll noch einmal ein deutliches Zeichen an die Arbeitgeber gesetzt werden. Eine Nullrunde sei nicht hinnehmbar, erklärte Viecenz. Von den Warnstreiks betroffen sind neben den Kitas und Horten auch alle anderen Einrichtungen der Stadt Leipzig und deren Eigenbetrieben.