Delitzsch wehrt sich gegen mögliches Atommüll-Lager
Ein unterirdisches Gebiet zwischen Leipzig, Halle und Bitterfeld ist im Gespräch als mögliches Endlager für Atommüll. Es liegt direkt unter der Stadt Delitzsch. Deren Oberbürgermeister Manfred Wilde hat jetzt zum Widerstand aufgerufen. Er hält den Standort für ungeeignet.
Die Geologische Struktur sei durch Tagebaue und Gesteinsbohrungen vorgeschädigt. Ein mögliches Atommüll-Lager lehnt er aber auch aus anderen Gründen ab. Nach dem Aufschwung der letzten 30 Jahre solle die Region nicht zur Müllkippe der Nation werden, so Wilde. Er kündigte an, alle demokratischen Mittel nutzen zu wollen, um ein Atommüll-Lager im mitteldeutschen Raum zu verhindern.
Wilde hat bereits die Politik und die umliegenden Städte und Gemeinden kontaktiert und um Unterstützung gebeten. Bis 2031 will der Bund einen Standort für ein neues Atommüll-Lager festgelegen. Insgesamt 90 Gebiete in ganz Deutschland sind im Gespräch.