- Symbolbild © Jozef Polc
Demo in Leipzig nach Thüringer Ministerpräsidentenwahl
Rund 1500 Menschen sind am Mittwochabend in Leipzig aus Protest gegen die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen mit Stimmen der AfD auf die Straße gegangen. Die Demonstranten versammelten sich unter dem Motto „Haltung zeigen - keine Zusammenarbeit mit der AfD“ zu einer Spontandemo vor dem Neuen Rathaus.
Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) verurteilte die AfD in einer kurzen Ansprache scharf. Es könne nur eine Antwort auf diese Partei geben, sagte der Stadtchef, der derzeit um seine Wiederwahl kämpft: „Nein! Ihr seid keine Demokraten, mit Euch reden wir nicht, mit Euch diskutieren wir nicht. Euch zeigen wir ganz klar die rote Karte.“
Der FDP-Kandidat Thomas Kemmerich hatte am Mittwoch die Wahl zum Ministerpräsidenten in Thüringen überraschend gewonnen. Er setzte sich im dritten Wahlgang gegen den bisherigen Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke) durch - mit Stimmen auch von der AfD. In anderen Städten Deutschlands gab es ebenfalls Proteste.
