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    Symbolbild: (c) dpa

300 Mitarbeiter von Schaudt Mikrosa demonstrieren in Leipzig

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Rund 300 Mitarbeiter der Schaudt Mikrosa GmbH Leipzig haben am Donnerstag gegen die Schließungspläne ihres Werkes demonstriert. Unterstützt wurden sie nach Angaben der IG Metall von rund 200 Beschäftigten verschiedener Leipziger Betriebe, die in den vergangenen Jahren von Schließungsplänen betroffen waren, deren Standorte jedoch durch konzentrierte Aktionen erhalten blieben. Die Schweizer United Grinding Group will das Leipziger Werk angesichts einer Krise im Zuge der Corona-Pandemie schließen.

«Wir haben ein eigenes zukunftsträchtiges inhaltliches Konzept für das Leipziger Werk entwickelt. Das wurde von den Schweizer Eigentümern nicht einmal ernsthaft geprüft», sagte Bernd Kruppa, erster Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig. Er kündigte weitere Protestaktivitäten an, um die Schaudt Mikrosa GmbH zu erhalten. Derzeit werbe man bei der Stadt Leipzig und dem sächsischen Wirtschaftsministerium um Unterstützung.

Die Schaudt Mikrosa GmbH zählt seit Jahren zu den wichtigsten Akteuren auf dem globalen Markt für spitzenlose Schleifmaschinen. Die United Grinding Group ist ein international tätiges Maschinenbaukonsortium, das zu den Weltmarktführern zählt. Laut eigenen Angaben macht die Gruppe 700 Millionen Jahresumsatz. Gekauft wurde die United Grinding Group 2018 durch einen von der Schweizer BZ Bank organisierten Investorenpool.