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Leipzig soll erstmals einen Drogenbus kriegen

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Die Stadt Leipzig schafft im kommenden Jahr ein sogenanntes Drogenkonsum-Mobil an. Das hat der Stadtrat diese Woche mit großer Mehrheit beschlossen. Der Spezialbus sei eine Alternative für stationäre Drogenkonsumräume, die es in Leipzig bisher aber auch noch nicht gibt. Allerdings seien auch Süchtige mobil. Deshalb soll die mobile Variante in der Messestadt den Vorzug bekommen.

Man wolle damit Betroffenen helfen, hieß es. Denn in der Stadt habe zuletzt unter anderem die Zahl der Drogennotfälle zugenommen. Für das ganze Projekt inklusive Anschaffung des Spezialbusses werden etwa 1,5 Millionen Euro investiert. Die CDU mahnte, die Kontrollen nicht zu vernachlässigen. Der Bus müsse als medizinische Einrichtung zur Schadensminimierung beitragen. Drogenverkäufe dürften nicht gedultet werden, Polizei und Ordnungsamt müssten stärker in die Planungen einbezogen werden.