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Deutscher Vorschlag: Genossen­schaftsidee wird Unesco-Kulturerbe

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Die Genos­sen­schafts­idee ist als erster deutscher Beitrag ins immate­ri­elle Kultur­erbe der Unesco aufge­nommen worden. Das entschied ein Treffen im äthio­pi­schen Addis Abeba, teilte die Kultur­or­ga­ni­sa­tion der Vereinten Nationen mit. In Genos­sen­schaften komme bürger­schaft­li­ches Engage­ment jenseits von privaten und staat­li­chen Wirtschafts­formen zum Ausdruck, erklärte die Präsi­dentin der deutschen Kultus­mi­nis­ter­kon­fe­renz, Bremens Bildungs­se­na­torin Claudia Bogedan. Die Anerken­nung belege den Beitrag des immate­ri­ellen Kultur­erbes zu sozialem Zusam­men­halt. Formu­liert wurde der Antrag von der Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesell­schaft und der Raiff­eisen-Gesell­schaft. In Delitzsch gibt es ein Museum zu Ehren des Sozial­re­for­mers Hermann Schulze-Delitzsch. Auf der Unesco-Liste sind mehr als 300 Praktiken einge­tragen - vom argen­ti­ni­schen Tango bis zu einer Pfeif­sprache von der Kanaren­in­seln La Gomera. Sie sollen einen Überblick über die Vielfalt des immate­ri­ellen Kultur­erbes geben.