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DGB-Chef fordert gleiche Lebensverhälnisse in Ost und West

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Bei der zentralen DGB-Kundgebung zum 1. Mai in Leipzig rief der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, Politik und Wirtschaft dazu auf, endlich für gleiche Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland zu sorgen. Bis heute sei das nicht gelungen, und es sei überfällig, sagte Hoffmann am Mittwoch auf dem Leipziger Markt. Rund 1500 Menschen verfolgten nach dpa-Schätzung die Rede des DGB-Chefs. Es dürfe nicht sein, dass im Osten längere Arbeitszeiten gelten als im Westen Deutschlands. Der Kampf um die 35-Stunden-Woche müsse auch im Osten gewonnen werden, sagte Hoffmann. Die Angleichung der Rente in Ost und West bis 2024 komme ebenfalls zu spät. Das gehe auch schneller, man müsse es politisch nur wollen. Auf dem Simsonplatz hatten sich am Morgen rund 30 Anhänger von André Poggenburg und seiner AdPM eingefunden. Ihnen standen mehrere Hundert Gegendemonstranten aus dem politisch linken Lager gegenüber - getrennt von der Polizei. Auf dem Dach der Moritzbastei ist ein Zeichen für Weltoffenheit gesetzt worden. Rund 3000 Besucher waren am Dienstagabend beim Courage-Festival dabei. Es war die mittlerweile 22. Ausgabe des Open-Air-Festivals am Vorabend des 1. Mai.