- Die sogenannten Straßenbahn-Rosetten waren dienen heute nur noch zur Deko und als Erinnerung.
Diese kleinen Haken haben nix mit Wäsche zu tun!
Wer durch die Chopinstraße in Leipzig fährt oder läuft, entdeckt an einem Haus mit der Nummer 15 ein Detail, das auf den ersten Blick fast wie Stuck aussieht: An der Fassade hängt ein auffälliger Haken. Das ist nicht für die Wäscheleine oder Rapunzels Haar zum Herunterlassen gedacht - tatsächlich haben sie mit der Geschichte der Leipziger Straßenbahn zu tun.
Denn als die Straßenbahn ganz frisch elektrisch lief und die Leute nicht mehr über Pferde und Kutschen transportiert wurden, mussten ja irgendwo die Kabel hin - wieso also nicht einfach an die Hausfassaden?
Rolf Roland Scholze vom Leipziger Straßenbahnmuseum erklärt, dass sich die damaligen Hausbesitzer sogar offenbar aus einem Katalog ihre Lieblings-Straßenbahnrosette aussuchen konnten.
Heute sind solche Konstruktionen aus dem Leipziger Stadtbild weitgehend verschwunden. Stattdessen prägen moderne Masten das Straßenbahnnetz. Ganz verschwunden sind die Spuren der alten Linien aber nicht.
Weitere Orte der früheren Straßenbahngeschichte lassen sich direkt am Augustusplatz und in der Nähe des Straßenbahnmuseums finden. Also; Augen mal nicht nur aufs Handy oder den Boden richten sondern auch mal nach oben an alte Hausfassaden!
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