Diese nordsächsische Altstadt wird bald zu Gold
Auf dem Frauenkirchhof in Grimma kann man ab sofort die historische Altstadt anfassen. Die nordsächsische Stadt hat dort ein Tastmodell aufgestellt. Das etwa 110 Kilo schwere 3D-Kunstwerk im Maßstab von 1 zu 750 soll den Einwohnern eine neue Perspektive auf Grimmas Sehenswürdigkeiten bieten.
Erschaffen wurde es vom Künstler Felix Broerken in etwa zehn Monaten. Es zeigt die Grimmaer Altstadt zwischen Hänge- und Steinbrücke, Mulde und Wallgraben. Die Frauenkirche, das Rathaus und das Gymnasium St. Augustin würden dabei besonders hervorstechen, heißt es.
Das Material, sogenannte Goldbronze, nutze sich bei Berührung ab und lasse oft angefasste Stellen nach und nach immer goldener glänzen. Ergänzende Informationen in Brailleschrift (Blindenschrift) würden die Sehenswürdigkeiten zusätzlich erklären. Enthüllt wurde das Kunstwerk jetzt von Conrad Hempel, dem stellvertretenden OB von Grimma sowie Vertretern des Vereins Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen.