Diesmal keine Kunst - HGB fordert bei Rundgang bessere Studien- und Arbeitsbedingungen
Die Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig wird beim jährlichen Rundgang regelmäßig zur Ausstellungsfläche. Normalerweise zeigen Studierende und Meisterschüler ihre Werke. Dieses Jahr ist das allerdings anders. Auf die Präsentation wird verzichtet - Ateliers und Klassenräume wurden leergeräumt. Stattdessen fordert die Hochschule bessere finanzielle und strukturelle Rahmenbedingungen - konkret: mehr Geld vom Freistaat. Leere Räume in der Hochschule für Grafik und Buchkunst "Wir brauchen eine ausreichende Finanzierung, mehr Stellen, genügend Raum und vor allem den Dialog auf Augenhöhe. Wettbewerb und Effizienz sind nicht die Logiken, nach denen künstlerisches Lernen und Forschen vorrangig organisiert und bewertet werden können", betonte der Hochschulrektor Thomas Locher. Deshalb werden Informationsblätter verteilt, über die Situation diskutiert und verschiedene Aktionen sind geplant, so die HGB in einer Mitteilung. Lehrende und Studierende laden die Besucher zu Diskussionen ein. Der viertägige Rundgang ist die jährliche Leistungsschau der Studierenden. Dazu kamen nach Hochschulangaben in den vergangenen Jahren bis zu 5000 Besucher. Der diesjährige Rundgang unter dem Titel "Jetzt" geht vom 14. bis 17. Februar. Mehr zu dem Programm unter www.hgb-leipzig.de