Dresdner Amtsgericht entscheidet über Heiningers Freiheit
Schicksalstag für den korrupten Ex-Wasserwerke Chef Klaus Heininger – das Amtsgericht Dresden entscheidet heute über den erweiterten Haftantrag der Generalstaatsanwaltschaft. Sollte der Richter diesem Antrag statt geben, wird Heininger voraussichtlich bis zu seinem Prozessbeginn in Untersuchungshaft sitzen. Ihm wird unter anderem Bestechlichkeit und Untreue vorgeworfen. Die Generalstaatsanwalt sieht auch weiterhin erhebliche Fluchtgefahr. Außerdem vermuten die Ermittler, dass Heininger mehr Straftaten begangen hat, als er bisher zugibt.Unterdessen wurden neue Details in dem KWL-Skandal bekannt: laut Medienberichten soll es bereits 2008 erste Millionen-Schäden durch Risikogeschäfte gegeben haben. Heininger beglich sie offenbar heimlich von einem eingerichteten Puffer-Konto. Der Ex-KWL-Chef gilt als Drahtzieher im Skandal um die geplatzten Risikogeschäfte bei den Wasserwerken. Mehrere Banken fordern von der Stadt deswegen 290 Millionen Euro.