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Ein neues Radwegchen für die Prager Straße: Werden hier Steuergelder verschwendet?
Auf der Prager Straße in Leipzig soll ab kommende Woche (14. September) ein neuer Radfahrstreifen eingerichtet werden - stadteinwärts zwischen Volckmar- und Oststraße. Das hat die Stadt Leipzig mitgeteilt. Er soll die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger deutlich erhöhen. Allerdings fallen für den Radweg auch mehrere Parkplätze weg.
Darum der Umbau für 65.000 Euro
Die Idee zur Umgestaltung sei vor zwei Jahren auf einem Rundgang des Oberbürgermeisters entstanden. „Hintergrund ist, dass es hier immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahrerinnen und Fußgängern auf dem derzeit noch gemeinsam genutzten, dafür jedoch zu knapp bemessenen Geh- und Radweg kommt“, heißt es zur Begründung. „Auch in der Bürgerbeteiligung zum Fußverkehrsentwicklungsplan war dies als Problemstelle gemeldet worden.“ Beziehungsweise als Sicherheitsrisiko.
Ist das wirklich nötig?
Allerdings ist der Weg an der Stelle schon geteilt markiert, nur eben nicht räumlich getrennt. Was anderswo funktioniert, ist hier offenbar einigen Leipzigern zu wenig: „In diesem Abschnitt der Prager Straße gibt es stadteinwärts viele Freisitze und Geschäfte, zugleich sind hier allein in stadtwärtiger Richtung rund 1.500 Radfahrerinnen täglich unterwegs“, heißt es von der Stadt weiter.
Die Kosten für die Umbauarbeiten werden auf rund 65.000 Euro veranschlagt, sie sollen bis zum 9. Oktober abgeschlossen werden. Als Ausgleich für den Wegfall der Kurzzeit-Parkplätze sollen vor dem Ostplatz sowie in der Volckmarstraße neue Lade- und Lieferzonen eingerichtet werden. So könnten die Geschäfte „weiterhin gut angedient werden“. Für Menschen, die mit dem Auto unterwegs sind, fallen die bisher vorhandenen Haltemöglichkeiten weg. Dafür gibt es keinen Ausgleich.
Michael Jana, der Chef vom Bauamt, sagt: „Durch die Umgestaltung können verschiedene Interessen des Fuß-, Rad- und Wirtschaftsverkehrs miteinander in Einklang gebracht und der öffentliche Straßenraum verschiedenen Nutzungsansprüchen gerecht werden.“ Autofahrer haben mal wieder das Nachsehen.
