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Ein Toter und vier Schwerverletzte bei Explosion in Pirna-Neundorf

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Nach der schweren Explo­sion mit einem Toten und vier Schwer­ver­letzten im Chemie­werk Schill + Seila­cher in Pirna-Neundorf ermit­telt nun die Krimi­nal­po­lizei.Die Spuren­suche gestaltet sich aller­dings schwierig, da eine Halle völlig zerstört wurde. Am frühen Montag­abend war es beim Hochfahren eines Reaktors zur Produk­tion von Flamm­schutz­mit­teln zu einer Explo­sion gekommen. Detona­tion war in der Ferne sicht- und spürbar Augen­zeugen berichten von einem großen Feuer­ball am Himmel. Bei der Detona­tion sei das Dach hochge­schleu­dert worden. Es gab einen riesigen Knall, Trümmer­teile flogen umher. Die Produk­ti­ons­halle wurde nahezu vollständig zerstört, sagte ein Sprecher der Feuer­wehr. Trümmer­teile flogen bis zu 100 Meter weit. Nach Angaben eines Firmen­ver­tre­ters, soll ein Reaktor zur Herstel­lung von Flamm­schutz­mit­teln (Toluol) beim Hochfahren aus ungeklärter Ursache explo­diert sein. Die Anlage sei zuvor in kleinerem Maßstab getestet worden, am Montag sei sie das erste Mal für eine größere Produk­ti­ons­menge für den Regel­be­trieb hochge­fahren worden. Unter­su­chungen zur genauen Ursache soll es im Laufe des Diens­tags geben, Spezia­listen der Krimi­nal­po­lizei sind vor Ort.Explo­sion zog Brände nach sich Etwa 100 Bewohner mussten im Umkreis von 100 Metern vorüber­ge­hend ihre Häuser verlassen. Sie wurden in einer Turnhalle in Pirna-Sonnen­stein unter­ge­bracht, dort mussten nach Angaben der Stadt­ver­wal­tung letzt­lich aber nur 13 Personen betreut worden. Grund waren die nötigen Lösch­ar­beiten und die unklare Gefähr­dungs­lage. Die Explo­sion hatte mehrere kleine Brände ausge­löst. In der Chemie­fa­brik werden Spezi­al­che­mi­ka­lien herge­stellt, in der betrof­fenen Halle sollte ein Flamm­schutz­mittel produ­ziert werden. Ermitt­lungen und weitere Siche­rungs­ar­beitenDie Brand­wache und Siche­rungs­ar­beiten wurden in der Nacht fortge­setzt. Im Laufe des Diens­tags sollen Brand­er­mittler der Krimi­nal­po­lizei Spuren sichern. Die Straße Altneundorf bleibt zunächst weiter gesperrt.Hotline für Angehö­rige und AnwohnerDie Pirnaer Stadt­ver­wal­tung hat eine Hotline für Angehö­rige und Anwohner einge­richtet: 0176/217 686 53   

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Thomas Gockel von der Stadt Pirna im Inter­view.