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Eine Oberstaatsanwältin muss sich selbst vor dem Landgericht Leipzig verantworten

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+++UPDATE+++

Die angeklagte Oberstaatsanwälting lehnt die Anklagen ab. Dier Verhandlung geht am kommenden Dienstag weiter. Ein Urteil soll Ende September gefällt werden.

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Eine Leipziger Oberstaatsanwältin steht ab Dienstag wegen Rechtsbeugung selbst vor Gericht. Angeklagt wurde sie von der Chemnitzer Staatsanwaltschaft. Der Fall beginnt 2014 als das Bundeskriminalamt den Rekordfund von 2,9 Tonnen Chlorephedrin bekannt. Aus der Chemikalie hätte Crystal im Wert von 184 Millionen Euro hergestellt werden können. Ermittelt wird gegen einen deutsch-tschechischen Dealerring. Die Oberstaatsanwältin klagt einen Pharmahändler wegen Beihilfe zum Drogenhandel an. Doch der Prozess am Landgericht Leipzig wird 2015 direkt nach dem Beginn ausgesetzt. Zu unsauber soll die Drogen-Ermittlerin gearbeitet haben und sie gerät selbst ins Visier der Justiz: Laut Anklage soll sie ein Verfahren gegen einen Kronzeugen zu unrecht eingestellt haben.