Einigung im Prozess um Blockade an Leipziger Flughafen
In einem Zivilprozess gegen eine radikale Klimaaktivistin wegen der Blockade am Leipziger Flughafen im Juli 2021 wurde sich auf einen Vergleich geeinigt. Zum Inhalt machte das Landgericht Halle jedoch keine Angaben. Zum Prozessauftakt im Juni hatte ein DHL-Tochterunternehmen der Frau den Verzicht der Schadenersatzforderungen angeboten. Die Höhe lag bei 84 000 Euro.
Laut dem Vergleichsangebot sollte sie 80 Arbeitsstunden in einem Aufforstungs- oder Naturschutzbetrieb leisten oder ersatzweise 15 Euro pro Stunde zahlen - und in Zukunft auf die Teilnahme an rechtswidrigen Blockaden verzichten. Die Prozesskosten sollten, so das Angebot der DHL-Seite, zwischen den beiden Parteien aufgeteilt werden.
Am 9. Juli 2021 hatten rund 50 Aktivisten der Initiative „CancelLEJ“ die Zufahrt zum Logistikzentrum von DHL blockiert. Dadurch sollen Mitarbeiter des Flughafens am rechtzeitigen Dienstbeginn gehindert worden, Flüge verspätet gestartet und Anschlussflüge verpasst worden sein. (mit dpa)