• Angeschossener Polizeihund. Foto: Jonny Linke

  • Foto: Jonny Linke

  • Foto: Rocci Klein

  • Der Gesuchte. Foto: Polizei

Einsatz in Königsbrück beendet - mutmaßlicher Mörder ist tot

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Die Polizei hat am Abend ihren Großeinsatz bei Königsbrück beendet.  Ein wegen Mordes gesuchter Dresdener, der sich stundenlang in einem ehemaligen Kasernengebäude verschanzt hatte, ist tot. Der 33-Jährige beging Selbstmord, so die Polizei. Er wurde seit dem vergangenen Wochenende gesucht, weil er seine 75-jährige Nachbarin erstochen haben soll. 

Der ehemalige Bundeswehrsoldat hatte sich heute einen Schusswechsel mit der Polizei geliefert. Dabei wurde ein Beamter der Eliteeinheit GSG9 verletzt – außerdem ein Diensthund. Verhandlungen lehnte er ab. Am frühen Abend brach der Kontakt zu ihm ab. Nach drei Stunden schickten die Einsatzkräfte einen Roboter mit Kamera ins Dachgschoss des alten Garnisonsgebäudes. Der Schütze lag leblos in einer Ecke. Robert K wuchs in Königsbrück auf. Er kannte sich dort gut aus.  

Der ehemalige Bundeswehrsoldat war Sportschütze. Die Polizei fand bei ihm in der Wohnung mehrere Waffen  (fünf Gewehre und zwei Pistolen). 

Der Täter wollte sich offenbar für einen Polizeieinsatz bei ihm am vergangenen Donnerstag rächen. Er hatte im Alkoholrausch randaliert. Nachbarn riefen die Polizei. Die Beamten nahmen ihn für eine Nacht in Gewahrsam.   Mutmaßlich mache er die Nachbarin für die von ihm als demütigend empfundenen Einsatz verantwortlich, so ein Polizeisprecher.  Auch mit der Polizei wolle der Mann womöglich abrechnen.