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Einstiges Luxus-Hotel „Astoria“ in Leipzig hat eine Zukunft

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Seit mehr als zwei Jahrzehnten gibt das einstige Luxushotel „Astoria“ in Leipzig ein trauriges Bild ab. Verfall und Vandalismus setzten dem Grandhotel zu - in einigen Jahren soll es im neuen Glanz erstrahlen und zahlungskräftigen Gästen die Tore öffnen. Das zwischen 1913 und 1915 errichtete Gebäude solle im Inneren komplett saniert werden, die historischen Elemente wie die Außenfassade und das ovale Treppenhaus aber erhalten bleiben, teilte der neue Eigentümer, Intown Property Management aus Berlin, am Freitag in Leipzig mit. Weiter ein Grand Hotel - 250 Zimmer mit Viersterne-Plus-Niveau„Der gute Standort sowie die lange und beeindruckende Geschichte des Hauses ermutigt uns, das Hotel Astoria mit Erfolg auf den Markt zu platzieren“, betonte Stefan Zander von der Eigentümergesellschaft. Der Bauantrag ist eingereicht und einer Genehmigung steht nach Angaben der Stadt derzeit nichts entgegen. Wann die ersten Gäste in die 250 Zimmer mit Viersterne-Plus-Niveau einziehen können, ist aber noch unklar. Zu Kaufpreis und Investitionsvolumen wollte sich der Eigentümer nicht äußern.

Geplant ist ein Tagungs- und Konferenzhotel mit mindestens fünf Konferenzräumen, einem 800 Quadratmeter großen Bankettbereich und einem kleinen Spa-Bereich. Durch die besondere Beschaffenheit des Hotels und der Gebäudeachsen wurden keine Standardzimmer entworfen, sondern bis zu 35 unterschiedliche.

„Es wird eine umfangreiche Renovierung und Rekonstruktion aber das eigentliche Gebäude bleibt erhalten“, versprach Architekt Roland Wolff vom Berliner Planungsbüro.

Wasser in den Untergeschossen

Eines der größten Schwierigkeiten bei der Sanierung ist, dass der zweigeschossige Keller mit Wasser vollgelaufen ist. Das Astoria liegt an einem ehemaligen Kanal. Deshalb soll nun das zweite Untergeschoss mit Sand verfüllt werden, das erste Untergeschoss wird aufwendig abgedichtet. Nach ersten Schätzungen verschlingt das etwa 20 Prozent der Gesamtkosten, sagte uns Wolff.

 

Vor mehr als zwei Jahrzehnten geschlossen

Das „Astoria“ war 1915 mit mehr als 300 Zimmern als damals modernster und luxuriösester Bau der deutschen Hotellerie mit viel Pomp eröffnet worden. Nach Plänen von Architekt William Lossow (1852-1914), der auch geistiger Vater der Hauptbahnhöfe in Leipzig und Frankfurt/Main war, entstand es in einer Bauzeit von nur zwei Jahren. Stars wie Adele Sandrock, Enrico Caruso oder Hans Albers logierten hier. Zu DDR-Zeiten wohnten dort während der Frühjahrs- und Herbstmessen SED-Größen wie Walter Ulbricht und Alexander Schalck-Golodkowski. Auch Louis Armstrong, Johannes Heesters oder Herbert von Karajan waren hier zu Gast.Ende 1996 wurde das imposante Bauwerk direkt neben dem Hauptbahnhof geschlossen. Seitdem war es dem Verfall und Vandalismus preisgegeben. Mehrmals wechselte der Besitzer, an die Sanierung des einst legendären Grandhotels wagte sich niemand. Nun wird mit Hochdruck und Akribie an einem Comeback des legendären Grandhotels gearbeitet. (mit dpa)