Entscheidungen der Stadtratssitzung
Weiter zu wenig Schulplätze – Stadt will besser rechnenDie Schulen in Leipzig platzen weiter aus allen Nähten. Der am Mittwochabend vom Stadtrat beschlossene Schulentwicklungsplan wird den Bedarf an Plätzen langfristig nicht decken. Deshalb soll nun eine neue Methode entwickelt werden, um den Bedarf zu errechnen.Der Vorschlag kam von CDU und SPD, bis zum Herbst soll Oberbürgermeister Jung eine neue Methode vorlegen. Seit Jahren hinkt die Prognose den tatsächlichen Schülerzahlen hinterher. Zusätzlich zu den geplanten Vorhaben, stimmten die Räte dem Bau einer zweiten Grundschule in Engelsdorf und dem drei-zügigen Ausbau der Kästner-Grundschule in Lindenthal zu. Heftige Kritik hagelte es auch vom Ortschaftsrat Knautkleeberg-Knauthain – der Stadtteil werde in der Planung nahezu ignoriert.Ziel des Schulentwicklungsplanes ist es, die benötigten Plätze zu schaffen. Einige Schulen werden im Moment schon gebaut, zum Beispiel das Gymnasium in der Telemannstraße, die Schule am Weißeplatz in Stötteritz wird reaktiviert. Außerdem werden Schulbezirke verändert und auch die Kapazitäten in den Schulen ausgeschöpft.Außerdem sollen die Schulgebäude in der Tauchaer Straße 188 und das ehemalige Gebäude der Erich-Kästner-Straße als Grundschule sowie die ehemalige Pablo-Neruda-Schule und die 68. Schule als Oberschulen wieder dauerhaft genutzt werden. Auch der Sportunterricht ist von den steigenden Schülerzahlen betroffen. Deshalb bekommen unter anderem die 77. und die 120. Schule neue Zwei-Feld-Sporthallen.Die Kinder von Flüchtlingen und Asylbewerbern konnten bisher nur bedingt berücksichtigt werden, deshalb soll der Plan schon im Frühjahr 2018 weitergeschrieben werden. Legionellen an Schulen und Kitas – keine Bedrohung für KinderLeipzigs Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau hat sich noch einmal im Stadtrat zum Legionellenfund an Schulen und Kitas geäußert. Sie beteuerte, dass alle nötigen Maßnahmen ergriffen wurden und keine Bedrohung für die Kinder vorliege. In den betroffenen Schulen und Kitas herrscht aktuell Duschverbot. Jahrelanger Streit um Stromkonzession beendetDas jahrelange Ringen um die Stromkonzession in Leipzig hat endlich ein Ende gefunden. Die Stadtwerke haben jetzt den Zuschlag für die 19 Ortsteile bekommen, dem hat der Stadtrat am Mittwochabend zugestimmt.Eigentlich hatte der Stromanbieter envia M das Vergabeverfahren vor ein paar Jahren gegen die Stadtwerke gewonnen. Doch die Konzessionsverträge laufen über 20 Jahre und bringen etwa 50 Millionen Euro ein – deshalb wollte die Stadt natürlich lieber einem kommunalen Unternehmen den Zuschlag erteilen.Das Verfahren musste neu aufgerollt werden – diesmal überzeugten die Stadtwerke. Den Protest von envia M wieß das Oberlandesgericht Dresden Anfang des Monats zurück.