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Ermittlungen gegen Ultra-Fans von BSG Chemie Leipzig eingestellt Dresden

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Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat Ermittlungen gegen Fans des Fußballclubs BSG Chemie Leipzig wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung eingestellt. Der Verdacht habe sich nicht bestätigt, sagte Behördensprecher Wolfgang Klein am Montag auf Nachfrage. 

Im Fokus der Ermittlungen sollen etwa 20 sogenannte Ultras des Oberligisten gestanden haben. Sie standen im Verdacht, Straftaten wie Brandanschläge auf Autos und andere Sachbeschädigungen begangen zu haben. Bereits 2016 war ein Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung gegen 14 Chemie-Fans eingestellt worden.

Die Linke im Landtag kritisierte erneut die Ermittlungen und sprach von einer "skandalösen Überwachung ohne Ergebnis". Die Abgeordnete Juliane Nagel teilte mit, es sei "skandalös, wie lax die sächsischen Ermittlungsbehörden ein weiteres Mal den Tatvorwurf der Bildung krimineller Vereinigungen gebraucht" hätten. "Es kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass es hier wie beim Vorgängerverfahren vor allem darum ging, Menschen und Strukturen auszuspionieren, die einer linken Szene zugerechnet werden." (dpa)