Ermittlungen nach Ausschreitungen auf Messegelände
Die Leipziger Polizei hat nach der Massenschlägerei in der Asylunterkunft auf der Neuen Messe erste Ermittlungsergebnisse bekanntgegeben. Demnach war in der Nacht zu Freitag zunächst eine 11-Jährige aus Syrien von einem jugendlichen aus Afghanistan bedroht worden. Laut Polizei kam es nach der Bedrohung des syrischen Mädchens zu Ausschreitungen zwischen 200 Flüchtlingen. Sie gingen mit Latten, Tischbeinen, Bettgestellen und Ästen aufeinander los - auch auf das Wachpersonal und Bundeswehrsoldaten. Mehrere Asylbewerber wurden verletzt, außerdem brach sich eine DRK-Mitarbeiterin die Kniescheibe, als sie vor der aufgebrachten Menge flüchten wollte. Sechs Afghanen wurden von der Polizei festgenommen, darunter auch der Mann, der das syrische Mädchen mit einem Messer bedroht haben soll.Die Situation nach der Massenschlägerei hat sich unterdessen wieder etwas beruhigt. Das bestätigte der DRK Sprecher Torsten Wieland unserem Sender. Ein Gruppe von Afganen allerdings möchte nicht mehr in die Unterkunft und campiert nun davor.