Ermittlungen zu Moschee-Anschlag in Dresden-Cotta vor Abschluss
Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Moschee in Dresden-Cotta und das Internationale Congress Center sind die Ermittler vor dem Abschluss ihrer Arbeit.Der Hauptverdächtige - ein 30 Jahre alter Dresdner - sitzt seit Dezember in Untersuchungshaft. Er soll die Sprengsätze an der Moschee und dem ICC gezündet haben. Ein Komplize soll ihn psychisch bestärkt haben. Gegen den 30-jährige Hauptverdächtigen ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Dresden u.a. wegen versuchten Mordes. Die Generalstaatsanwaltschaft hofft auf einen baldigen Abschluss der Ermittlungen. Die Untersuchungen des Sonderdezernats politisch motivierte Kriminalität bei der Integrierten Ermittlungseinheit Sachsen (Ines) richteten sich aktuell gegen zwei Beschuldigte, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Der Verdacht gegen einen dritten Mann, der als erster in den Blick geraten war, habe sich im Laufe der Ermittlungen nicht bestätigt. Das Verfahren sei aber noch nicht "förmlich abgeschlossen". Wirbel um Angaben zu dritten VerdächtigenAngaben des Justizministeriums von Freitagvormittag auf eine Anfrage der Grünen zu dem dritten Verdächtigen, wurden am Mittag korrigiert. Das Ministerium hätte falsche Angaben gemacht, teilten die sächsischen Grünen mit.Ein Ministeriumssprecher erläuterte auf unsere Anfrage, formell sei gegen drei Personen ermittelt worden. Auch wenn sich der Tatverdacht gegen eine Person nicht erhärtet hat, sei das Verfahren formell noch nicht abgeschlossen. Deswegen habe man in der Antwort auf die Grünenanfrage von drei Verdächtigen gesprochen.Der Sprengstoffanschlag auf die Moschee sorgte bundesweit für Schlagzeilen, Kanzlerin Merkel traf sich am Rande der Feierlichkeiten zum Tag der Einheit mit dem Imam der Moschee.Nach dem Anschlag von Cotta hatte es Ermittlungspannen gebenen. Unbeteiligte und sogar der Innenminister liefen über den Tatort, dabei waren wichtige Spuren noch nicht gesichert.
Meldung zurückgezogen. Das Justizministerium in #Sachsen hat in der Antwort auf Anfrage von @VaLippmann falsche Angaben gemacht https://t.co/vnyefDKfHu
— GrüneFraktionSachsen (@SaxGruen) 17. März 2017