Ermittlungen zum A9-Busbrand von Münchberg einstellt
Viereinhalb Monate nach dem Busunglück mit 18 Toten auf der A9 bei Münchberg hat die Staatsanwaltschaft Hof die Ermittlungen eingestellt. Die abschließenden Gutachten von Sachverständigen hätten die bereits vorliegenden Erkenntnisse bestätigt, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Demzufolge hatte der Busfahrer am 3. Juli frühmorgens auf der Autobahn 9 nahe Münchberg ein Stauende zu spät bemerkt und war deshalb auf den Anhänger eines Sattelzuges aufgefahren. "Der Grund für diese Reaktionsverzögerung konnte nicht mehr festgestellt werden", erklärten die Ermittler. Technische Mängel an den Fahrzeugen sowie eine Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer schloss die Staatsanwaltschaft aus.Der Reisebus aus Löbau war nach dem Auffahrunfall sehr schnell ausgebrannt. 18 Menschen starben, unter ihnen auch der Busfahrer. 30 weitere Reisende wurden verletzt. Durch die schnelle Reaktion des zweiten Busfahrers konnten sie aus dem brennenden Fahrzeug gerettet werden. Die Reisegruppe war auf dem Weg nach Italien. Die Opfer stammten u.a. aus Dresden, Pirna, Heidenau, Stolpen, Königsstein, sowie aus Hoyerswerda und Weißwasser. Bei einem bewegenden Gottesdienst in der Frauenkirche im Juli wurde der Opfer gedacht.