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Erneut schweres Zugunglück in Hosena - Lokführer verletzt

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Schweres Zugun­glück in Hosena. Dabei ist ein 51 Jahre alter Lokführer verletzt worden worden. Nach Angaben der Deutschen Bahn stieß gestern Abend ein unbela­dener Güterzug auf einen stehenden Güterzug. Gleise und Oberlei­tungs­masten wurden stark beschä­digt. Reisende müssen sich längere Zeit auf Schie­nen­er­satz­ver­kehr einstellen. Auf den Regio­nal­ex­press-Linien RE11 Leipzig-Hoyers­werda und RE15 Dresden-Hoyers­werda werden Busse einge­setzt. Polizei und Eisen­bahn­bun­desamt haben die Ermitt­lungen aufge­nommen. Erst nach Abschluss der Unter­su­chungen vor Ort könne mit den Aufräum­ar­beiten begonnen werden, so die Deutsche Bahn.Die Unglücks­stelle ist ein einziger Trümmer­berg - so hoch wie ein dreistö­ckiges Haus. Durch den Aufprall kippten fünf bis sechs Waggons um. Andere wurden aufein­ander geschoben. Der Lokführer muss mit hoher Geschwin­dig­keit auf den stehenden Zug geprallt sein. Der Lokführer sprang nach Infor­ma­tionen unseres Senders vor dem Zusam­men­stoß ab. An der Unfall­stelle herrscht Lebens­ge­fahr. Die Waggons und Trümmer­teile drohen einzu­stürzen. Eine seriöse Schät­zung des Schadens war noch nicht möglich. Er dürfte aber eine Million Euro überschreiten.  Es ist das zweite schwere Güter­zugun­glück in Hosena inner­halb kurzer Zeit. Ende Juli 2012 waren zwei Güter­züge zusam­men­ge­stoßen. Dabei starb ein Strecken­wärter. Ein Waggon hatte ein Stell­werk nieder­ge­walzt. Die Ermitt­lungen dazu laufen noch immer.

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Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit Andreas Bindseil von der Bundes­po­lizei