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Vorher konnte ich nie die komplette Spiellänge durchhalten, jetzt ist das alles möglich

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Ein angeborener Herzfehler verbindet Vater und Sohn auf besondere Weise – und führt beide innerhalb von nur sechs Monaten auf den OP-Tisch des Herzzentrums Leipzig. Dort gelingt den Ärzten eine anspruchsvolle Spezialoperation gleich zweimal mit Erfolg - innerhalb von sechs Monaten. Das Besondere: Operiert wurden Vater und Sohn. Beide litten an der gleichen angeborenen Fehlbildung der Aortenklappe und konnten mit einer sogenannten Ross-Operation erfolgreich behandelt werden.

Angeborener Herzfehler in der Familie

Alles begann, als Sohn Linus bereits als Säugling wegen eines auffälligen Herzgeräuschs untersucht wurde. Die Diagnose: eine bikuspide Aortenklappe. Dabei besitzt die Herzklappe statt der üblichen drei nur zwei Klappentaschen. Dadurch verschleißt sie schneller und kann sich mit der Zeit stark verengen.

Bei weiteren Untersuchungen stellte sich heraus: Auch Vater Tino trägt denselben angeborenen Herzfehler. Sogar Tochter Julia weist bereits Veränderungen an ihrer Herzklappe auf und wird regelmäßig kontrolliert.

Besondere Operation statt künstlicher Herzklappe

Sowohl Vater als auch Sohn benötigten schließlich eine neue Aortenklappe. Statt einer künstlichen Herzklappe entschieden sich die Ärzte für die sogenannte Ross-Operation.

Dabei wird die erkrankte Aortenklappe entfernt und durch die gesunde Lungenklappe des Patienten ersetzt. Die Lungenklappe übernimmt anschließend die wichtige Aufgabe im Herzen. An ihrer ursprünglichen Stelle setzen die Herzchirurgen eine Spenderklappe ein. Der Vorteil: Die körpereigene Klappe funktioniert an der Aortenposition häufig besser als eine künstliche oder biologische Herzklappe und wächst bei Kindern sogar mit.

Die Operation gilt als technisch besonders anspruchsvoll und wird nur in spezialisierten Herzzentren durchgeführt - wie zum Beispiel in Leipzig.

Wieder Fußball statt Einschränkungen

Heute profitieren Vater und Sohn von der erfolgreichen Behandlung. Vor allem für den inzwischen 15-jährigen Linus hat sich der Alltag komplett verändert. Vor der Operation war er bei körperlicher Belastung schnell erschöpft und konnte kein komplettes Fußballspiel durchhalten.

Heute kann er wieder ohne größere Einschränkungen Sport treiben und seinem Hobby im Fußballverein nachgehen. Auch Vater Tino hat durch den Eingriff deutlich an Lebensqualität gewonnen.

Die Ärzte des Herzzentrums Leipzig sehen den Fall als besonderes Beispiel dafür, wie moderne Herzchirurgie selbst bei komplexen angeborenen Herzfehlern langfristig helfen kann.