- Das Gelände, auf dem die Siedlung entsteht, noch vor der Vorbereitung durch das Team.
- Co. Founder Martin Stahlkamp und Patricia Otto mit den Geschäftsführers Silvio Spittler, Johannes Schubert (v.l.n.r.).
- Das Logo der neuen Siedlung.
Vor den Toren Leipzigs: Hier entsteht Ostdeutschlands erste Tiny-House-Siedlung
In Lüptitz, vor den Toren Leipzigs, entsteht derzeit ein in der Region bislang einzigartiges Wohnprojekt: das TinyVillage Leipzig. Geplant ist eine Siedlung aus rund 15 kleinen Häusern, die für das dauerhafte Wohnen konzipiert sind. Das Ziel: Ein Lebensentwurf, der einfacher, ressourcenschonender und gemeinschaftlicher ist.
Leben auf kleinem Raum – ein echtes Eigenheim
Die Häuser im TinyVillage sind als vollwertiger Wohnraum gedacht und werden von den Bewohnern als Eigentum erworben. Der Erwerb erfolgt über spezialisierte Partner, die sicherstellen, dass jedes Haus den strengen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entspricht. Damit entsteht ein echtes, rechtssicheres Eigenheim auf kompakter Fläche.
Ein entscheidender Vorteil: Anders als bei vielen mobilen Lösungen ist hier die Anmeldung des Erstwohnsitzes problemlos möglich. Die Gebäude erfüllen alle baurechtlichen Anforderungen eines konventionellen Hauses – ein Pionierprojekt dieser Art in Ostdeutschland. Während das Haus den Bewohnern gehört, werden die Stellplätze unkompliziert gemietet.
Auf einer Wohnfläche von etwa 15 bis 50 Quadratmetern finden Küche, Bad und Schlafbereich Platz. So wohnen die künftigen Eigentümer auf überschaubarem Raum, ohne auf grundlegenden Komfort verzichten zu müssen.
Nachhaltigkeit als roter Faden
Ein Kernanliegen des Projekts ist der bewusste Umgang mit Ressourcen. Durch die Erfüllung des Gebäudeenergiegesetzes sowie den Einsatz langlebiger Materialien wird der ökologische Fußabdruck klein gehalten. Dabei geht es weniger um Verzicht als vielmehr um eine bewusste Prioritätensetzung im Alltag.
Gemeinschaft erleben, Rückzug genießen
Das TinyVillage versteht sich als lebendige Nachbarschaft. Ein offenes Miteinander ohne hohe Zäune fördert den Austausch und die gegenseitige Unterstützung. Dennoch bleibt jedes Haus ein privater Rückzugsort auf dem eigenen gemieteten Stellplatz.
Auch die Lage bietet eine gute Balance: Die ruhige, naturnahe Umgebung ist dennoch gut an den öffentlichen Nahverkehr, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten angebunden.
Die Köpfe hinter der Idee
Initiiert wurde das Projekt von Johannes Schubert und Silvio Spittler gemeinsam mit einem engagierten Team. Die Initiatoren bringen Expertise aus den Bereichen erneuerbare Energien, Organisation und Bauwesen ein. Entstanden ist das TinyVillage aus dem Wunsch, moderne Wohnformen nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern ganz praktisch als echtes Wohneigentum Realität werden zu lassen.
Ausblick
Der Einzug der ersten Bewohner ist für Ende 2026 geplant; derzeit wird das Grundstück erschlossen. Das TinyVillage Leipzig möchte zeigen, dass attraktives und nachhaltiges Wohneigentum auch jenseits klassischer Einfamilienhäuser langfristig funktionieren kann.


