Erster Corona-Fall mit britischer Mutation in Sachsen

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In Sachsen ist das erste Mal die neue britische Mutation des Corona-Virus nachgewiesen worden. Bei dem Infizierten handelt es sich um einen Mann aus Dresden. Er war aus Großbritannien zurückgekehrt. Nach seiner Ankunft habe er sich sofort in Quarantäne begeben. Das Gesundheitsamt geht aktuell nicht von einer Gefahr der weiteren Verbreitung aus.

Der Fall war durch ein stichprobenartiges Screening von positiven Proben beim Robert Koch-Institut nachgewiesen worden. Das sächsische Gesundheitsministerium hatte die Gesundheitsämter bereits angewiesen, Einreisende aus Großbritannien und Südafrika besonders sorgfältig bei der Quarantäneüberwachung zu begleiten.

Vor dem Hintergrund des erstmaligen Auftretens dieser neuen Virus-Variante fordert Gesundheitsministerin Petra Köpping: "Bisher erfolgt die Verteilung des Impfstoffes nach der Einwohnerzahl der Bundesländer. Ich glaube, dass auch andere Faktoren bei neuen Lieferungen eine Rolle spielen sollten. Wir haben die bundesweit höchste Inzidenz. Ein Faktor sollte auch sein, welche Bundesländer einen besonders hohen Anteil an älteren Menschen haben. Dazu gehört Sachsen. Wir haben eine Million Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Sie müssen schnell besonders geschützt werden. Gerade mit Blick auf die Menschen, die zu Hause leben, dauert das zu lange. Wir brauchen daher schneller mehr Impfstoff."