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Eskalation befürchtet - Stadt erlässt Einreiseverbot für Rocker

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Der Rocker­krieg in Leipzig könnte noch weiter eskalieren, das befürchtet die Polizei. Die Stadt reagiert nun mit einem scharfen Verbot. Am Wochen­ende dürfen keine auswär­tigen Anwärter und Mitglieder der Hells Angels, Red Devils und United Tribuns einreisen. Die Allge­mein­ver­fü­gung tritt um 22 Uhr in Kraft und gilt bis Montag, 6 Uhr. Das Verbot wird von der Polizei durch­ge­setzt - mit scharfen Kontrollen an den Zufahrts­straßen in die Stadt. Schon seit Tagen gibt es umfang­reiche Kontrollen in der Messe­stadt. Grund­lage der Verfü­gung sei eine Gefähr­dungs­ana­lyse der Polizei, sagte der Stadt­spre­cher. Die Stadt Leipzig teile diese Einschät­zung und habe daher das Aufent­halts­verbot gemäß sächsi­schem Polizei­ge­setz erlassen. Am Samstag vergan­gener Woche hatten vermut­lich zwei Schützen aus Reihen der Hells Angels auf Mitglieder der United Tribuns geschossen. Ein 27-Jähriger starb, zwei 31 und 34 Jahre alte Männer wurden schwer verletzt. Gegen die 30 und 33 Jahre alten mutma­ß­li­chen Täter wurden Haftbe­fehle wegen des dringenden Verdachts des gemein­schaft­li­chen Mordes sowie des gemein­schaft­li­chen versuchten Mordes erlassen. Bis vor wenigen Tagen hatten die Leipziger „Hölle­nengel“ auf ihrer Facebook-Seite noch eine „Beach-Party“ für das Wochen­ende angekün­digt. Inzwi­schen sind sowohl die Homepage als auch die Facebook-Seite der Hells Angels Leipzig nicht mehr erreichbar. Verschie­dene Medien berichten, der Rocker­club hätte sich aus Leipzig zurück­ge­zogen.