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Ex-Nachbarin sagt im NSU-Prozess aus

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Im NSU-Prozess hat am Dienstag eine ehema­lige Nachbarin der Haupt­an­ge­klagten Beate Zschäpe ausge­sagt, die bis kurz vor deren Verhaf­tung häufig und regel­mäßig Kontakt zu ihr hatte. Sie sei ihre beste Freundin gewesen, ihr habe sie damals alles anver­trauen können, sagte Heike K., die im selben Haus auf der Polenz­straße lebte wie die drei mutma­ß­li­chen Neonazi-Terro­risten. Aller­dings schil­derte die 46-Jährige die Bezie­hung als einseitig: Man habe immer nur über ihre Probleme geredet, Lisa - ein Tarnname Zschäpes - habe dagegen eigent­lich nichts Privates erzählt. Bei ihrer Aussage verstrickte sich die Zeugin mehrmals in Wider­sprüche. So gab sie etwa zunächst an, einer Bekannten Zschäpes - Susann E., der Ehefrau des Mitan­ge­klagten André E. - nie begegnet zu sein. Später musste sie zugeben, die Frau doch mindes­tens einmal gesehen zu haben.