Explosion bei Zwenkau: 35-Jähriger in Lebensgefahr – 45-Jähriger vorläufig festgenommen
Ein 35-Jähriger ist bei einer Explosion in der Nähe von Zwenkau lebensgefährlich verletzt worden. Er liegt auf der Intensivstation. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte ein selbst gebauter Sprengsatz die Explosion verursacht haben. Der 35-Jährige war zuvor im Auto eines 45-Jährigen mitgefahren. Als die Männer an einem Parkplatz am Zwenkauer See ausstiegen, sei es zur Explosion gekommen. Experten des Sonderdezernats für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen des Landeskriminalamts rückten zur Untersuchung an, bestätigte LKA-Sprecher Tom Bernhardt. Bei den Männern handle es sich um Sprengstofffanatiker. Ein terroristischer Hintergrund könne ausgeschlossen werden, so der Sprecher. Beide Männer sind polizeibekannt, unter anderem wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, wie die Polizei weiter mitteilte. Der verletzte 35-Jährige wurde zudem bereits mit Haftbefehl gesucht. Der 45-Jährige war bei der Explosion unverletzt geblieben, wurde aber vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Von dort sei der Mann geflohen, obwohl ihn die Beamten zuvor nicht festgenommen oder verdächtigt hätten, sagte ein Polizeisprecher. Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen erkannten die LKA-Spezialisten dann auch, warum. Es seien sprengstoffähnliche Substanzen entdeckt worden, hieß es. Die Polizisten konnten den Flüchtigen noch in der Nähe des Krankenhauses stellen, er wurde vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Explosion zogen sich bis in die Abendstunden.