++ EIL ++

Fahrradpreis und Appell für mehr Respekt

Zuletzt aktualisiert:

Der Leipziger Musiker Sebas­tian Krumbiegel (Die Prinzen) hat die Verlei­hung des Deutschen Fahrrad­preises zu einem leiden­schaft­li­chen Appell für mehr Respekt im Straßen­ver­kehr genutzt. „Jeder sollte sich an die eigene Nase fassen und nicht nur immer von anderen etwas fordern“, sagte der 50-Jährige am Montag in Mannheim. Natür­lich müsse die Politik mehr tun für ein besseres Mitein­ander von Auto, Fahrrad und Fußgänger. „Aber man sollte an das eigene Benehmen denken und respekt­voll mitein­ander umgehen. Als Radfahrer ärgere ich mich manchmal über brutale Autofahrer und als Autofahrer wiederum über rücksichts­lose Radfahrer“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das Bundes­ver­kehrs­mi­nis­te­rium und die Arbeits­ge­mein­schaft fußgänger- und fahrrad­freund­li­cher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS) hatten Krumbiegel zum Preis­träger ernannt. Grund sei großes Engage­ment für das Zweirad, hieß es. Seine Liebe zum Zweirad hatte der Musiker schon 1991 in „Mein Fahrrad“ besungen. „Es gibt sicher viele, die mehr fahren. Aber ich bin ein aktiver Radler und kein Schön­wet­ter­fahrer“, sagte Krumbiegel. Er sitze viel, da sei Radfahren ein herrli­cher Ausgleich. „Außerdem habe ich aufge­hört zu rauchen und muss mich mehr bewegen. Wobei.. ich bin ein E-Bike-Fan, das muss ich ehrlich sagen“, räumte der Sänger ein.