Feuerland im „Zoo der Zukunft“ wächst - wann es eröffnen soll
Der Leipziger Masterplan „Zoo der Zukunft“, im Juni vor 25 Jahren wurde er beschlossen. Am Montag haben die Mitentscheider - Zoo-Direktor Prof. Jörg Junhold, Leipzigs Ex-OB Wolfgang Tiefensee und der aktuelle OB Burkhard Jung - bei einer Podiumsdiskussion im Zoo ein Resümee gezogen.
Radio-Leipzig-Moderator Roman Knoblauch führt durch eine Zeitreise
Die drei Männer haben die Transformation der Einrichtung in die Wege geleitet oder begleitet. „Wir sind im Zoo der Zukunft angekommen, auch wenn noch einige Projekte ausstehen und der Weg in die Zukunft kontinuierlich darüber hinaus weitergehen wird“, erklärte Junhold. „Es war ein Kraftakt, eine Herausforderung, aber es ist auch ein Herzenswerk.“
Es stehe für die Einstellung des ganzen Zoo-Teams. „Wir lieben Tiere, wir retten Arten, wir begeistern für die Artenvielfalt, machen sie erlebbar - und wir prägen als Tourismusmagnet die dynamische Entwicklung in unserer Stadt mit“, so der Direktor weiter.
Zwei Leipziger Oberbürgermeister erinnern sich
Wolfgang Tiefensee war damals skeptisch. „Heute sehen wir. Die Vorschusslorbeeren von einst hat sich das Team inzwischen allemal verdient“, so der spätere Bundesverkehrsminister am Montag. Lowensavanne und Pongoland wurden bereits 2001 eröffnet, die Tiger-Taiga 2003 und die Kiwara-Savanne 2004. Bis heute gehören sie zu den beliebtesten Orten bedrohter Tierarten im Zoo Leipzig. Vor allem das Pongoland setze in Zusammenarbeit mit dem Max-Plack-Institut für Evolutionäre Anthropologie weltweite Standards.
Wegen der Finanz- und Stahlkrise musste der Zoo später zusätzliche Herausforderungen leisten. „Als ich damals von Prof. Junhold das Konzept 'Zoo der Zukunft' vorgestellt bekam, dachte ich, das ist spektakulär, aber auch ein bisschen Größenwahn ist auch dabei“, so Oberbürgermeister Burkhard Jung. „Heute, wo ein großer Teil des Plans umgesetzt ist, meine ich, dass es so eine große Vision braucht, um etwas so Großartiges zu schaffen.“
2011 folgte das Gondwanaland, 2015 die Kiwara-Kopje, 2017 die Hochgebirgslandschaft Himalaya und 2018 zum 140. Geburtstag des Zoos die Erlebniswelt Südamerika .
Wie es jetzt weitergeht
Mehr als 245 Millionen Euro seien seit 2000 in die Transformation geflossen. 30 Prozent kamen von der Stadt Leipzig, der Rest von der Zoo Leipzig GmbH selbst finanziert über Einnahmen, Kredite und Fördergelder. Bis zum 150. Geburtstag 2028 soll die Umsetzung des Masterplans abgeschlossen und die noch ausstehenden drei Großprojekte fertiggestellt werden, darunter die „Asiatischen Inselwelten“.
Die Sanierung des Terrariums soll noch dieses Jahr beendet werden, das Feuerland als neue und spektakuläre Wasserwelt für Seelöwen und Pinguine soll voraussichtlich kommendes Jahr eröffnen.