Fliegerbombe in Chemnitz erfolgreich entschärft
Entwarnung auf dem Chemnitzer Kaßberg - die bei Bauarbeiten freigelegte Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg ist erfolgreich entschärft worden. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes machten den Zünder der 250-Kilo-Bombe unschädlich - der Blindgänger wurde anschließend abtransportiert. Das Geschoss amerikanischer Bauart war am Dienstagmorgen bei Baggerarbeiten an der Hübschmannstraße entdeckt worden. Für die Entschärfung mussten mehr als 17.000 Chemnitzer ihre Wohnungen verlassen. Die Evakuierung zog sich über vier Stunden hin und verlief nicht ganz reibungslos. Mehrere Anwohner widersetzen sich den Einsatzkräften, eine Polizistin wurde von einem Rentner mit einem Gehstock angegriffen und verletzt. Auf den Straßen von Chemnitz löste der Bombenfund ein Verkehrschaos aus: Autofahrer blieben im Stau stecken, der Bus- und Bahnverkehr kam teilweise zum Erliegen. Wegen des Bombenfundes mussten auch vier Schulen auf dem Kaßberg geschlossen werden, darunter die Pablo-Neruda-Grundschule. Auch am Dienstag gibt es dort mit Rücksicht auf die Evakuierung keinen regulären Unterricht, die Kinder werden aber trotzdem betreut. Alle anderen Schulen haben am Mittwoch wieder geöffnet.
Bombenfund auf dem Kaßberg: Hübschmannstraße zw. Puschkinstraße und Weststraße gesperrt, eventuelle Evakuierungen werden derzeit geprüft
— Stadt Chemnitz (@Stadt_Chemnitz) 25. Oktober 2016
250kg Fliegerbombe bei Arbeiten in #Chemnitz#Kaßberg gefunden. Fundort abgesperrt, Sprengmeister auf dem Weg, weitere Infos folgen.
— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen) 25. Oktober 2016