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Mutmaßlicher Doppel-Mörder aus Spanien beim Klauen im Leipziger Hbf geschnappt

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Ein flüchtiger mutmaßlicher Mörder aus Spanien ist in Deutschland gefasst worden. Der 20-Jährige sei am Donnerstag gegen 16.15 Uhr auf dem Hauptbahnhof festgenommen worden, teilte die Bundespolizei am Freitag mit. Der junge Mann hatte unter dem Vorwurf des zweifachen Mordes im Drogenhändlermilieu in Untersuchungshaft gesessen und war am 23. Dezember aus dem Gefängnis in Alcalá de Henares bei Madrid ausgebrochen.

Am Leipziger Hauptbahnhof wurde er zufällig geschnappt, weil er durch einen Diebstahl aufgefallen war. Da er keine Papiere dabei hatte, nahmen die Bundespolizisten Fingerabdrücke und stellten so seine Identität fest. Aufgrund des internationalen Haftbefehls wurde er anschließend sofort festgenommen.

Der junge Mann galt als sehr gefährlich, wie der staatliche spanische Fernsehsender RTVE unter Berufung auf die Behörden berichtete. Trotzdem konnte er einen Tag vor Heiligabend fliehen. Er habe dabei wohl den starken Besucherandrang vor dem Fest und auch die Unachtsamkeit der Wärter ausgenutzt, hieß es. Das spanische Innenministerium leitete Ermittlungen gegen drei Wärter ein.

Vorgeworfen wird dem jungen Mann zum Einen, seinen Chef ermordet zu haben, einen Drogenbaron. Er soll ihm am 12. April in die Brust geschossen haben. Außerdem habe er laut der spanischen Polizei einen unschuldigen 26-Jährigen getötet, den er für ein Mitglied einer rivalisierenden Bande hielt. (mit dpa)