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Freistaat plant „Autobahnen“ für Radverkehr zwischen Ballungszentren

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Der Freistaat plant zwischen Ballungszentren separate, vier Meter breite Radschnellwege. In Leipzig und Region werden allein fünf konkrete Trassen untersucht. Diese "Autobahnen" für den Radverkehr könnten demnach zwischen Leipzig und Markranstädt, Leipzig und Markkleeberg, Leipzig und Naunhof sowie Leipzig und Taucha entstehen. Das geht aus einer Voruntersuchung hervor. Dazu gehört auch zu schauen, wie hoch der potentielle Bedarf ist - und der muss hoch sein. Mindestens 2000 Fahrradfahrer am Tag, sonst gibt es keine Gelder bzw. Förderung vom Bund. Ein Radschnellweg zwischen Leipzig und Halle wird aktuell schon in einer Machbarkeitsstudie der Metropolregion Mitteldeutschland. Der Auftrag dazu kam von den Kommunen. Die Ergebnisse dazu sollen im Juni vorliegen.Die Kosten werden mit bis zu zwei Millionen Euro pro Kilometer beziffert, für normale Radwege sind es je nach Topographie bis zu einer Million Euro. Offen ist, wann die erste Radschnellverbindung fertig ist. "Es gibt so gut wie keine Erfahrungen damit in Deutschland, da betreten wir quasi Neuland", sagte Dulig.In der laufenden Legislatur werden zudem rund 300 Millionen Euro in 543 Kilometer Radwege an Bundes- und Landstraßen investiert. "Es befinden sich 445 Kilometer in Planung und Bau, 69 davon sind schon nutzbar", sagte Dulig. Der Rad-Anteil am Gesamtverkehr soll sich bis 2030 auf 8,1 Prozent erhöhen, 2015 waren es 7,8 Prozent. "Wir sind auf gutem Weg", sagte Dulig.