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Freude bei Lacher: Leipziger Kinderklinik-Chef kriegt Bundesverdienstorden

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Er hat unzählige Kinder gerettet und etlichen Eltern Hoffnung gegeben - nicht nur in der Leipzig: Prof. Dr. Martin Lacher, der Direktor der Klinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig, hat den Bundesverdienstorden bekommen. Eine schöne Ehrung für ihn, eine große Ehre aber auch für Kretschmer: Er durfte den von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehenen Orden an einen der oder vielleicht sogar den bedeutendsten Lebensretter von Leipzig überreichen.

Darum hat Lacher die Auszeichnung mehr als verdient

Der 50-Jährige erhalte die Auszeichnung „für sein humanitäres Engagement für Kinder und die Ausbildung von Kinderchirurgen im Ausland“, hieß es zur Begründung. Lacher habe auch wiederholt humanitäre Hilfe in vielen Ländern geleistet - China, Viertnam, Nepal, Nordkorea, Tanzanie usw., die Liste ist lang. Vor über 10 Jahren habe er außerdem die Stiftung Kinderchirurgie in Leipzig gegründet. Über sie werden zum Beispiel Ärzte in den Hilfseinsatz geschickt, Ärzte im Ausland ausgebilden oder sogar OP-Säle gebaut.

Lacher ist seit 2015 Direktor der Kinderklinik. Sein Spezialgebiet ist die Behandlung angeborener Fehlbildungen wie etwa Analatresie, also wenn Kinder ohne Popo-Loch zur Welt kommen. Außerdem ist er Honorarprofessor an der Universität Hawassa sowie an der School of Medicine der Addis Abeba Universität in der Hauptstadt Äthiopiens.

„Wir haben die Verantwortung, Menschen in weniger privilegierten Regionen zu helfen.“

„Ich freue mich sehr über diese hohe Auszeichnung“, erklärt der fleißige Mediziner. „Wir haben als Menschen in einem wohlhabenden Land die Mittel und die Verantwortung, Menschen in weniger privilegierten Regionen zu helfen.“ Gerade Kinderchirurgen könnten Kindern mit angeborenen Fehlbildungen die Chance auf ein normales Leben ermöglichen. „Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass unsere Stiftung - dank vieler engagierter Unterstützer - genau das möglich macht.“