- Die schweren Unwetter hinterließen eine Spur der Verwüstung im Nationalpark Sächsische Schweiz
Unwetter zerstört Wanderrast am Amselsee – Nationalpark gesperrt
Wegen heftiger Unwetterschäden sind Teile des Nationalparks Sächsische Schweiz gesperrt. Für die betroffenen Bereiche gilt ab sofort ein striktes Betretungsverbot.
Das Unwetter vom Freitag hatte auch ein Todesopfer gefordert: Am Freitagabend war bei Rathen ein Mann von einem umstürzenden Baum getroffen worden. Er erlag wenig später seinen Verletzungen. 13 weitere Menschen wurden verletzt.
Wie Sachsenforst mitteilte, hat das Unwetter im Nationalparkrevier Hohnstein massive Schäden verursacht. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder schwer beschädigt. Betroffen sind die Waldgebiete rund um den Amselgrund zwischen Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal. Neben umgestürzten Bäumen stellen auch angebrochene oder lose Äste in den Baumkronen eine erhebliche Gefahr dar.
Sachsenforst appelliert an Besucherinnen und Besucher: „Das Betreten der betroffenen Gebiete ist streng verboten. Es besteht akute Lebensgefahr.“
Wanderrast am Amselsee unter Bäumen begraben - Betreiberin den Tränen nahe
Auch die Wanderrast am Amselsee in Rathen wurde bei dem Unwetter schwer beschädigt. Wie Betreiberin Verena Leister auf Instagram mitteilte, liege die Hütte unter zahlreichen umgestürzten Bäumen begraben. Ihr fehlen die Worte, so Leister weiter. Die Familie habe sofort ihren Urlaub abgebrochen, erklärt sie auf Instagram, den Tränen nahe: „Wir waren tatsächlich gerade das allererste Mal seit neun Jahren in unserem Sommerurlaub mit den Kindern. Und dann kam der Anruf und dann war für uns klar, es ist sofort Sachen packen und wir müssen nach Hause.“
Leister hat unterdessen um Unterstützung ihrer Gäste, Freunde und Anwohner gebeten. Über ein Spendenportal soll Geld gesammelt werden. Den Link zum spendenkonto finden Sie hier.
