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Gefährlicher Darmkeim am Uniklinikum – Experten fordern strikte Hygiene

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Nach dem vermehrten Auftau­chen des gefähr­li­chen Darmkeims KPC am Leipziger Unikli­nikum sehen Experten akuten Handlungs­be­darf. Der antibio­tika­re­sis­tente Keim wurde Mitte 2010 das erste Mal entdeckt. Trotz Isola­tion des betrof­fenen Patienten wurden bis heute 57 weitere Fälle nachge­wiesen, acht allein in diesem Jahr. Für den Leipziger Infek­to­loge Prof. Bernhard Ruf ist dieser Zustand kaum nachvoll­ziehbar: Schon nach dem  ersten Auftreten des Keims hätten strenge Hygie­ne­maß­nahmen einge­leitet werden müssen, die eine weitere Ausbrei­tung verhin­dern. Laut Ruf werden die Bakte­rien meist durch unsau­bere Hände oder medizi­ni­sche Geräte übertragen. Der resis­tente Darmkeim KPC kann unter anderem Blutver­gif­tungen und Wundin­fek­tionen hervor­rufen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.