Gemischte Gefühle bei sächsischen Bauern

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Nach drei trockenen Jahren hat nun regenreiches Wetter für Einbußen bei der Ernte gesorgt. Die positiven Erwartungen von Anfang Juli hätten sich nicht erfüllt, erklärte der Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes, Torsten Krawczyk, am Freitag bei der Vorstellung der Erntebilanz in der Agrargenossenschaft See in Niesky. Hinter den Landwirten läge eine «lange, oft nervenaufreibende, mehr als acht Wochen dauernde Erntezeit mit wenigen kurzen Erntezeitfenstern».

Insgesamt bleiben die Erträge unter dem langjährigen Durchschnitt. Während es bei der Wintergerste gut aussieht, wurde beim Winterraps die schlechteste Ernte seit zehn Jahren eingefahren. Auch die Qualität von Raps und Getreide habe gelitten. Laut Verband fällt die Bilanz allerdings von Region zu Region sehr gemischt aus.

«Nach drei Dürrejahren hat ein sehr nasses Jahr der Landwirtschaft Einbußen gebracht», so Landwirtschaftsminister Wolfram Günther (Grüne). Der Wechsel von Dürre und Nässe zeige, dass der Klimawandel mit «voller Wucht» auf den sächsischen Feldern angekommen sei. (dpa)