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Geständnis im Macheten-Mord von Ebersdorf

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Mit einem umfas­senden Geständnis hat am Landge­richt der Prozess um den Mord an einen Chemnitzer im Stadt­teil Ebers­dorf begonnen. Angeklagt sind die Witwe des Opfers und ihr Liebhaber. Jan D. erzählte dem Gericht zum Auftakt am Mittwoch detail­liert, wie er am 13. September 2016 den 58-Jährigen Karl A. mit einer Machete umgebracht hat. Zu der Tat hatte ihn die Frau des späteren Opfers angestiftet, der 38-Jährige und die Afrika­nerin Susan A. haben ein gemein­same Tochter. Als die Sprache auf sein Kind kommt, bricht der Angeklagte in Tränen aus. „Ich habe alles nur für meine Tochter getan“, sagt der 39-Jährige. In seinem Geständnis beschul­digte er auch die Witwe. Sie habe die Tat geplant und ihn zum Mord an ihrem Ehemann angestiftet. Der Angeklagte präsen­tierte sich dabei als Mann ohne eigenen Willen. „Ich war ihr hörig. Sie konnte alles von mir verlan­gen“ sagte er stockend. Die außer­ehe­liche Bezie­hung sei über Jahre gelaufen Auch das zweite, 2015 geborene Mädchen stamme von einem anderen Mann. Mit dem gemein­samen Kind habe ihn die 31-jährige massiv unter Druck gesetzt, schil­derte der Angeklagte den Richtern. Seine Ex-Geliebte habe ihn seit 2013 immer wieder aufge­for­dert, ihren Mann zu töten. Dafür habe sie verschie­dene Ideen entwi­ckelt - und er sei darauf einge­gangen. So habe er die synthe­ti­sche Droge Droge Crystal Meth gekauft. Auch Kontakte zu einem Mann, mit dem seine Ex über einen bezahlten Mord verhan­delte, will er geknüpft haben. Dieser habe 30.000 Euro verlangt. Er habe das alles nicht machen wollen. Doch die Frau habe gedroht, die Tochter in ihr Geburts­land Kenia mitzu­nehmen und sie ihm so zu entziehen. Den Mordplan habe sie allein entworfen, sagte der Angeklagte. Am 13. September dann habe er ihn umgesetzt: Mit dem E-Bike fuhr er demnach in die Nähe des Tatorts. Dann ging er ins Haus durch die nur angelehnte Tür. Im Keller wartete er rund eine Stunde, bis er das Zeichen zur Tat bekam. Maske und Handschuhe brachte er mit, die Machete fand er in einem Karton im Keller. Den Mord schil­derte Jan D. so: Während die Mitan­ge­klagte ihren Mann auf dem Sofa verführte, schlich er sich von hinten an das Opfer heran - und zog die Machete durch den Hals des Opfers. Dabei durch­schnitt er verse­hent­lich der Frau beide Achil­les­sehnen. Karl A. starb nach kurzem Todes­kampf. Als die Polizei in der Todes­nacht zum Tatort gekommen war, stellte sich die Situa­tion anders dar: Die Frau hatte sich schwer verletzt zu Nachbarn geschleppt. Sie gab an, drei maskierte Männer hätten sie überfallen und ihren Mann getötet. Auch vor Gericht bestritt die Witwe in einer von den Vertei­di­gern verle­senen Erklä­rung, etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun zu haben. Sie habe ihren Ex-Freund nicht aufge­for­dert, diesen zu töten. Ansonsten schwieg sie. Bis zum 28. August sollen an bislang elf geplanten Verhand­lungs­tagen mehr als 50 Zeugen und sieben Sachver­stän­dige gehört werden.