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Geständnis im Prozess um Totschlag in Delitzscher Flüchtlingsheim

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Ein 28-jähriger Mann hat gestanden, einen Mitbe­wohner in einem Asylbe­wer­ber­heim in Delitzsch (Nordsachsen) tödlich verletzt zu haben. Er habe zweimal mit einem Küchen­messer zugesto­chen, sagte der Mann am Montag zu Beginn des Prozesses am Landge­richt Leipzig. Das Opfer starb noch vor Ort. Der tödliche Streit ereig­nete sich in der Nacht auf den 1. September 2015. Der 28-Jährige ist wegen Totschlags angeklagt. Er stammt aus Marokko, das Opfer aus Tunesien.  Er sagte, er und das spätere Opfer hätten zunächst zusammen Alkohol getrunken. Es sei ein Streit ausge­bro­chen. Der Tunesier habe ihn erst mit der flachen Hand und danach mit einer Flasche gegen den Kopf geschlagen. Er sei ins Haus geflohen und - kurz darauf mit dem Messer zurück­ge­kommen. Er habe sich in seiner Ehre verletzt gefühlt und Angst gehabt. Zudem gab er an, Probleme mit Alkohol zu haben. Die Aussagen des Angeklagten wurden von zwei Dolmet­schern übersetzt. Der Prozess wird am 8. April fortge­setzt.