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Polizei verstärkt Präsenz auf Leipziger Eisenbahnstraße

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Die Gewalt in der Eisenbahnstraße hat in den vergangenen Wochen wieder zugenommen. Immer wieder geraten zum Teil bewaffnete Gruppen aneinander. Die Polizei will ihre Präsenz nun weiter verstärken, um schneller vor Ort zu sein, sagte uns Polizeipräsident René Demmler auf Nachfrage. Es gehe dort meist um Revierstreitigkeiten im Drogenmilieu, so Demmler weiter, oft seien es die gleichen Akteure - mal als Täter, mal als Opfer.

Die Ursache für die angespannte Situation in der Eisenbahnstraße - nämlich der Drogenhandel - könne allein mit polizeilichen Mitteln nicht gelöst werden, meint Demmler. Das sei ein gesellschaftliches Problem, bei dem viele Akteure gefragt seien. 

Waffenverbotszone ist kein Allheilmittel

Auch die umstrittene Waffenverbotszone hält Demmler nicht für das Allheilmittel. Zwar seien schwere Auseinandersetzungen seit der Einführung zurückgegangen, sie allein sorge aber nicht nachhaltig für mehr Sicherheit. In den kommenden Wochen soll eine Evaluierung zur Waffenverbotszone veröffentlicht werden. Wenn die Ergebnisse vorliegen, könne über weitere Schritte nachgedacht werden, so Demmler.