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Grippe-Rekordjahr in Sachsen

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Die Grippe hat in diesem Winter beson­ders in Sachsen gewütet und für eine neue Rekord­saison gesorgt. Nach dem jüngsten Bericht der Landes­un­ter­su­chungs­an­stalt (LUA) vom Donnerstag starben bisher 52 Menschen an einer Influ­enza-Infek­tion - das jüngste Opfer war 33 Jahre alt, das älteste 100. Die Zahl der regis­trierten Erkran­kungen summierte sich auf fast 14 600. Damit infizierten sich seit Oktober 2016 mehr Menschen mit der Grippe als in den Vorjahren. Nach LUA-Einschät­zung ist der Höhepunkt der Grippe­welle überschritten und sie klingt ab.  Die Zahl der Todes­fälle hängt jeweils von der Art des Virus und dem Alter der Patienten ab. „Diesmal grassiert die Grippe bevor­zugt unter Älteren und Hochbe­tagten, die gesund­heit­lich vorbe­lastet sind“, sagte eine Sprecherin des Sozial­mi­nis­te­riums. So starben in der ersten Märzwoche fünf Frauen im Alter von 80 bis 93 Jahren. Zudem gab es Grippeaus­brüche in zwei Senio­ren­heimen und einer Kurklinik.  Die meisten der insge­samt 52 Todes­fälle wurden in den Landkreisen Zwickau und Görlitz, dem Vogtland­kreis sowie Dresden regis­triert. 49 der Opfer waren 65 Jahre und älter, zwei gehörten der Alters­gruppe 45 bis 64 Jahre und eines der Alters­gruppe 25 bis 44 Jahre an. Alle Patienten hatten nach Minis­te­ri­ums­an­gaben auch andere Erkran­kungen.  Die Entschei­dung, wer als Influ­enz­a­t­oter gewertet wird, liegt bei den Gesund­heits­äm­tern. Richt­schnur sei, ob der Patient inner­halb der nächsten Zeit auch ohne die Erkran­kung gestorben wäre.  Damit ist 2016/2017 ein Grippe-Rekord­jahr. 2015/2016 waren knapp    11 000 Infek­tionen und 2014/2015 fast 12 600 Erkran­kungen regis­triert worden. Im Winter 2013/2014 hatte es mit 375 nur einen Bruch­teil der üblichen Menge an Infek­tionen gegeben, in der Saison davor waren es mehr als 10 000. Experten gehen davon aus, dass sich stets viel mehr Menschen infizieren und die Influ­enza unbemerkt oder als leichte Erkäl­tung verläuft. (dpa)