Großangelegte Razzia gegen Diebes- und Hehlerbande in Dresden und Umgebung
In einem Großeinsatz ist die Bundespolizei am Mittwochmorgen im Großraum Dresden gegen eine internationale mutmaßliche Diebesbande vorgegangen. 31 Objekte in Dresden, Freiberg, Freital, Leipzig, Striegistal und Radeberg wurden durchsucht. Die Bundespolizei war nach eigenen Angaben mit mehreren Hundertschaften im Einsatz und wurde dabei von Beamten der Zollfahndung und des sächsischen Landeskriminalamtes unterstützt. Insgesamt seien gut 600 Beamte an dem Einsatz beteiligt, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion. Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft den Beschuldigten banden- und gewerbsmäßigen Diebstahl und Hehlerei vor. Die festgenommenen Personen (vier Frauen vietnamesischer Nationalität im Alter von 41 bis 51 Jahren, eine Frau lettischer Nationalität im Alter von 31 Jahren und 10 Männer georgischer Nationalität im Alter zwischen 26 bis 38 Jahren) werden heute und morgen dem Haftrichter vorgeführt, teilte die Bundespolizei in einer Pressemitteilung mit.Im Rahmen der Durchsuchung konnten demnach Hehlerware in Form von Alkohol, Tabakwaren, hochwertiger Kosmetik, Kindernahrung und umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt werden. Der Umfang der beschlagnahmten Gegenstände war derart groß, dass für den Abtransport ein LKW zum Einsatz kommen musste. Darüber hinaus beschlagnahmten die Ermittlerteams zum jetzigen Zeitpunkt vier Fahrzeuge und Bargeld im größeren Umfang Zum gleichen Zweck wurden Konten der Beschuldigten, Lebensversicherungen und Bausparverträge gepfändet. Ziel ist die Abschöpfung des inkriminierten Tätervermögens. Insgesamt wird von einer Schadenssumme von mehreren hunderttausend Euro ausgegangen. Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte Betäubungsmittel wie Heroin und Crystal sicher.Organisierter Diebstahl im HauptbahnhofAusgangspunkt der Ermittlungen waren laut Bundespolizei wiederholte Diebstähle durch georgische Asylbewerber im Hauptbahnhof Dresden. Im Mai 2016 konnten nach längeren verdeckt geführten Ermittlungen acht Täter verhaftet werden. Bei den Personen handelt es sich um georgische Staatsangehörige, welche als Asylbewerber nach Deutschland eingereist waren. Gegen die sich noch in Untersuchungshaft befindlichen Täter findet derzeit vor dem Landgericht Dresden die Hauptverhandlung statt.(mit dpa)
Der Grund zahlreicher zu sehender #Polizeifahrzeuge in #Sachsen&#SachsenAnhalt:die #bpol ist mit @bpol_bepo im Groß-#1Satz.Erste Festnahmen! pic.twitter.com/mi8UJselHk
— Bundespolizei Pirna (@bpol_pir) 18. Januar 2017