Große Zustimmung für Freiheits- und Einheitsdenkmal
Jahrelang war es still um das geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal in Leipzig. Nachdem das Projekt 2014 zunächst gescheitert war, hatte der Stadtrat im vergangenen Oktober für einen Neuanfang unter Federführung der Stiftung Friedliche Revolution gestimmt. Und die haben eine Umfrage in Auftrag gegeben. Demnach sind gut 80 Prozent der Leipziger für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig. Auch bundesweit sei die Zustimmung groß. Insgesamt wird die Bürgerbeteiligung beim zweiten Anlauf großgeschrieben. Für die Umfrage wurden bundesweit 1033 Menschen befragt, 508 davon aus Leipzig. Die Stiftung Friedliche Revolution will nach der Sommerpause einen Vorschlag vorlegen, wie mit möglichst breiter Beteiligung der Bevölkerung die Planungen für ein Denkmal vorangetrieben werden können. Diesen "Verfahrensvorschlag" hatte der Stadtrat voriges Jahr bei der Stiftung in Auftrag gegeben. Denkbar seien viele Formen der Bürgerbeteiligung - von einer Webseite bis hin zu Diskussionsrunden, sagte ein Sprecher der Stiftung am Dienstag. Man habe aus der Erfahrung der vorigen Runde gelernt. Nicht die Verwaltung, sondern die Stadtgesellschaft solle die Idee vorantreiben. 2014 war ein Denkmals-Entwurf mit 70 000 bunten Würfeln nach jahrelangem Streit und juristischen Querelen auf Eis gelegt worden.