Grünen-Kandidatin Krefft zieht bei Leipziger OBM-Wahl zurück
Die Grünen-Bewerberin bei der Leipziger Oberbürgermeisterwahl, Katharina Krefft, zieht ihre Kandidatur vor dem zweiten Wahlgang zurück. Das entschied die Partei am Donnerstagabend bei einer Mitgliederversammlung in Leipzig nach Gesprächen mit dem bisherigen Amtsinhaber und SPD-Kandidaten Burkhard Jung. Es habe Zusagen von Jung für eine verbesserte Zusammenarbeit im Falle seiner Wiederwahl gegeben, sagte Krefft.
Anders als die Linken werben die Grünen nicht ausdrücklich für die Wahl von Jung. „Meine Unterstützung ist, dass wir unseren Wahlvorschlag zurückziehen“, sagte Krefft. Die Partei rufe ihre Anhänger dazu auf, dass zu wählen, „was am meisten Grün in unsere Stadt bringt“. Unterm Strich sei das Burkhard Jung. Krefft hatte im ersten Wahlgang 12,0 Prozent der Stimmen erreicht.
Zuvor hatte bereits die Linken-Kandidatin Franziska Riekewald ihren Rückzug erklärt. Sie rief allerdings ihre rund 31 000 Wähler (13,5 Prozent) aus dem ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag dazu auf, in der zweiten Runde Jung zu wählen. Der langjährige SPD-Rathauschef hatte 29,8 Prozent erreicht. Vor ihm lag der CDU-Kandidat Sebastian Gemkow mit 31,6 Prozent der Stimmen. Der entscheidende zweite Wahlgang ist am 1. März geplant. (dpa)
Auch Katharina Subat von „Die Partei“ ist zurückgetreten. Auf der Webseite der Satire-Partei ist ihr Statement in der Nacht zu Freitag veröffentlicht worden. Ob Christoph Neumann von der AfD erneut antritt, soll im Laufe des Freitags veröffentlicht werden.