Vorfreude aufs Leipziger Stadtderby: Zwei Stimmen vor dem Spiel
In Leipzig regiert dieses Wochenende der Fußball. Denn am Sonntag wird’s richtig heiß: Zum zweiten Mal in diesem Jahr (zum dritten Mal in der Saison) treffen Lok und die BSG-Chemie im Derby aufeinander. Die Grün-Weißen empfangen den Spitzenreiter der Regionalliga Nordost - im natürlich restlos ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark. 4.999 Fans (mehr dürfen nicht rein), zwei Vereine und ein klares Ziel: Die Vorherrschaft in der Stadt!
Die Ausgangslage
Lok marschiert unaufhaltsam an der Tabellenspitze und schnuppert am Aufstieg – bei den Blau-Gelben scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Ganz anders die Situation auf der Leutzscher Seite: Die BSG steckt tief im Abstiegskampf und braucht dringend Punkte, um nicht den Anschluss zu verlieren. Umso besser, wenn man dem ungeliebten Nachbarn im Meisterrennen noch ein Bein stellen könnte. Es wäre immerhin nicht das erste Mal, dass ein Underdog im Derby über sich hinauswächst.
Frischer Wind soll’s richten
Seit dem 1. April steht mit Adrian Alipour ein neuer Mann an der Seitenlinie der Chemiker. Sein Debüt? Ausgerechnet das Stadtderby – willkommen in Leipzig.
Um der Loksche Paroli zu bieten, braucht es laut Trainer Alipour allerdings „einen absoluten Sahnetag“. Auf der Suche nach der Form könnte das Derby also zum richtigen Zeitpunkt kommen, zumindest könnte der Gedanke der möglichen Revanche auf die 4:1 Pokal-Klatsche die dringend benötigte Motivation bieten.
Fans als Zünglein an der Waage
Schon ab 10 Uhr versammeln sich die Chemie-Fans zum Frühschoppen auf der Georg-Schwarz-Straße. Von dort geht’s, wie schon vor zwei Wochen, mit Gesängen und Bannern Richtung Alfred-Kunze-Sportpark. Die Unterstützung von den Rängen könnte im Duell gegen den übermächtigen Rivalen der entscheidende Faktor sein. In Leutzsch weiß man: Wenn die Kurve brennt, dann kann auch schon mal ein Favorit ins Wanken geraten.
Gelingt Lok also der Hattrick gegen den Erzrivalen? Oder kann Chemie unter Alipour ein Ausrufezeichen setzen? Am Sonntag rollt der Ball im AKS ab 14 Uhr.