Haushaltsplan im Stadtrat vorgestellt - Diskussionen um Verkauf von städtischem Eigentum vorprogrammiert
Oberbürgermeister Burkhard Jung und Finanzbürgermeister Torsten Bonew haben dem Stadtrat den umstrittene Haushaltsplan für 2011 vorgestellt. Um das bisherige Loch von 54-Millionen Euro zu stopfen, soll an einigen Bauvorhaben gespart und die Grundsteuer B angehoben werden. Dadurch steigt der Betrag für die Betriebskosten einer 70 Quadratmeter-Wohnung um 29 Euro im Jahr, bei einem normalen Einfamilienhaus sind es rund 112 Euro. Desweiteren sollen zwei Bürgerämter geschlossen und an der Förderung von Vereinen gespart werden. Das Zuschüsse für Kitas und Schulen sollen hingegen steigen.Außerdem sorgt ein Zusatz im Haushaltsplan für eine erneute Diskussion um den Verkauf von städtischem Eigentum. Oberbürgermeister Burkhart Jung will Unternehmensbeteiligungen der Leipziger Versorgungs- und Verkehrs-Gesellschaft verkaufen, um Darlehens-Rückzahlungen der LVV an die Stadt zu gewährleisten. Dabei geht es vor allem um IT-Dienstleister und Netzbetreiber. Ohne die Veräußerungen drohe der Stadt in den kommenden Jahren ein 81-Millionen-Euro-Loch im Haushalt. Die Fraktionen haben jetzt Zeit sich zu beraten. Voraussichtlich im Januar wird dann über den Haushalt abgestimmt.