HC Leipzig meldet Insolvenz an
Jetzt ist es traurige Gewissheit. Der hoch verschuldete HC Leipzig muss in die Insolvenz. Manager Kay-Sven Hähner hat den Antrag eigenen Angaben zufolge am Samstagmorgen gestellt. Der Verein konnte die nötigen 600.000 Euro nicht nachweisen. Das DHB-Schiedsgericht hatte die Summe bis Freitag als Bedingung für die Erteilung der Bundesligalizenz verlangt.Damit steigt der Club aus der Bundesliga in die 3. Liga ab. Wie die Handball Bundesliga Frauen am Samstag mitteilte, rückt der sächsische Verein HC Rödertal nun für Leipzig in die Bundesliga nach. Alle Leistungsträgerinnen hatten den HCL schon in den letzten Wochen verlassen. Insgesamt hatte der Verein 1,3 Millionen Euro Schulden angehäuft. Wochen des Bangens und Hoffens beim ehemaligen deutschen Meister HC Leipzig: 1. Juni: Die Handball Bundesliga Frauen (HBF) verweigert dem Verein die Lizenz. Die Bedingung zur Lizenzerteilung sei zum 31. Mai nicht erfüllt worden. Der Verein hat 1,3 Millionen Euro Schulden. Die Leipzigerinnen hatten die Spielberechtigung am 19. Mai nur vorläufig erhalten. 9. Juni: Die Beschwerde des HCL gegen die Nichterteilung der Lizenz wird vom HBF-Vorstand abgewiesen. 16. Juni: Der HCL Leipzig ruft das Schiedsgericht an und zieht damit vor die letzte Instanz. 7. Juli: Das Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Sylvia Schenk kippt die beiden vorangegangenen Entscheidungen durch die HBF und den HBF-Vorstand. Die Handball Bundesliga Frauen muss dem Verein die Lizenz erteilen, wenn der HCL bis 14. Juli die unwiderrufliche Einzahlung einer Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 600 000 Euro nachweisen kann.15. Juli: Der Abstieg des HCL in die 3. Liga steht endgültig fest. Die notwendigen 600 000 Euro konnten bis zum Stichtag nicht nachgewiesen werden. Der Verein meldet Insolvenz an.